
DCP 2023: Die Highlights
Gestern Abend war es mal wieder soweit: Die alljährliche Verleihung des deutschen Computerspielpreises.
Ursprünglich verlacht, nimmt der DCP teilweise fast schon seriöse Formen an, wobei man einen gewissen Trash-Charakter auch weiterhin nicht abstreiten kann – das macht das ganze aber nicht schlechter sondern heitert eine ansonsten eher trockene Verleihung auf.
Am 10.5.2023 war schon die inzwischen 15. Verleihung des DCPs, der doch mal mehr und mal weniger politische Beachtung geschenkt bekommen hat.
Zunächst einmal zur Verleihung an sich.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Katrin Bauerfeind und Uke Bosse, die die Show professionell durchgeführt haben, an manchen Stellen würde man vielleicht von Boomer-Humor sprechen können, aber es hielt sich alles noch in Grenzen.
Insgesamt sollte man das ganze vielleicht doch etwas professioneller aufziehen, wenn man ernsthaft an politische Förderung glauben möchte, denn wer mit der Thematik nicht vertraut ist, könnte teilweise ein eigenartiger Eindruck entstehen.
Dies ist eigentlich schade, denn der Standort Deutschland genießt – zumindest außerhalb der Branche – doch weiterhin einen guten Ruf und ist auch für Fachkräfte aus dem Ausland immer noch ein erstrebenswertes Land zum Arbeiten.
Jedoch nun zu den Gewinnern:
Nennenswert sind hier „Chained Echoes“ als bestes deutsches Spiel, darüber hinaus waren Beholder 3 und Signalis nominiert.
God of War: Ragnaröck gewann den Titel als bestes internationales Spiel.
Eine der größten Schwierigkeiten des DCPs ist jedoch weiterhin die mangelnden großen Titel, die einfach nicht in Deutschland entwickelt werden, da konnte auch das Preisgeld von insgesamt 800.000 Euro nicht ganz drüber hinwegtäuschen, dass das für eine ernstzunehmende Industrie einfach viel zu wenig ist und deutliche Fortschritte zu machen sind, um den Standort Deutschland als Videospiel-Land zu etablieren.
Bildquelle: DCP