
The First Descendant: Ein Spiel mit Potenzial, aber frustrierender Umsetzung
„The First Descendant“ hat alle Voraussetzungen für einen großartigen Looter-Shooter, wird aber durch monotone Quests, eine schwache Geschichte und ein ärgerliches Free-to-Play-Modell belastet, das das Design des Spiels negativ beeinflusst. In seinen besten Momenten, wenn du Aliens mit beeindruckenden Feuerbällen und einer befriedigenden Waffenarsenal zerlegst, macht das Spiel wirklich Spaß. Doch ebenso viel Zeit verbringst du mit frustrierenden Designentscheidungen, die deine Geduld auf die Probe stellen. Zukünftige Updates könnten das Spiel möglicherweise verbessern, aber momentan verfehlt es zu oft, um das ständige Grinden lohnenswert zu machen.
Spielmechanik und Design:
„The First Descendant“ ist ein Multiplayer-Drittpersonen-Shooter, der in einigen Aspekten an Spiele wie „Genshin Impact“ erinnert. Es bietet coole Charaktere, die du freischalten kannst, und eine Vielzahl an Währungen und Materialien, die du sammeln musst – oder gegen echtes Geld kaufen kannst. Das Spiel bietet solide Schießmechanik und interessante übernatürliche Fähigkeiten, aber es wird von einem übertriebenen Monetarisierungsmodell begleitet, das zum Beispiel echte Geldzahlungen verlangt, um dein Inventar zu erweitern.
Missionen und Gameplay:
Die meisten deiner 120 Stunden Spielzeit verbringst du damit, repetitive Aufgaben in kleinen Hub-Gebieten zu erledigen und zwischen größeren Missionen und Bosskämpfen gegen mechanische Kaiju namens Kolosse zu pendeln. Diese Missionen bieten oft interessante Kämpfe und Loot-Systeme, werden jedoch von monotonen Aufgaben und nervigen Bosskämpfen mit mehreren Schutzschichten überschattet.
Geschichte und Charaktere:
Die Geschichte von „The First Descendant“ ist verworren und mit sinnlosem Sci-Fi-Geschwafel gespickt. Die Dialoge sind oft lachhaft schlecht, was manchmal unfreiwillig amüsant ist. Auch die Synchronisation ist oft unpassend und trägt zur Ablenkung bei. Die interessantesten Charaktere sind die, die du freischalten kannst, wie die dynamische Bunny oder der schlagfertige Soldat Lepic. Leider ist der Prozess, zusätzliche Charaktere freizuschalten, extrem zeitaufwändig und frustrierend, besonders wenn man sich weigert, echtes Geld auszugeben.
Monetarisierungsmodell:
Das Free-to-Play-Modell von „The First Descendant“ ist besonders frustrierend. Um bestimmte Charaktere freizuschalten, musst du dich durch eine Vielzahl von Währungen und Materialien arbeiten, was sehr ermüdend und oft unangemessen grindlastig ist. Die Alternativen, wie das Bezahlen für diese Freischaltungen, machen das Spiel noch weniger ansprechend.
Grafik und Technik:
Das Spiel sieht zwar gut aus und fühlt sich hochwertig an, mit gelegentlichen Framerate-Einbrüchen oder Abstürzen, aber das überladene Menüsystem und die komplizierten Mechaniken schmälern den Gesamteindruck. Die Waffen und Ausrüstungen, die du freischaltest, sind zufriedenstellend, aber die Vielzahl an Menüs und Systemen kann überwältigend sein.
Schlussfolgerung:
„The First Descendant“ hat das Potenzial für einen großartigen Looter-Shooter, wird jedoch durch seine aktuelle Umsetzung und das Free-to-Play-Modell stark belastet. Während das Spiel in seinen besten Momenten wirklich unterhaltsam ist, werden diese Momente von repetitiven Aufgaben, einer schwachen Story und einer nervigen Monetarisierung überlagert. Zukünftige Updates könnten das Spielerlebnis verbessern, aber im Moment ist es oft frustrierend und macht das ständige Grinden weniger lohnenswert.